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Abwendung anderer Menschen

Krebs ist ein schweres Schicksal – nicht nur für Betroffene, sondern auch für das gesamte Umfeld. Es kann passieren, dass sich Menschen von einem abwenden.

Katharina Erkelenz verarbeitete ihre Krebserkrankung durch intensive Recherche und mithilfe sozialer Medien. Trotz Brustkrebs fühlte sie sich dadurch schnell wieder handlungsfähig.

Porträt Katharina Erkelenz

Abwendung anderer Menschen

Katharina Erkelenz sagt:

Im Kindergarten meines Sohnes, als ich ihn abgeholt habe einen Tag, das war sehr unangenehm für mich, da fragte eben ein kleines Kind seine Mama: „Warum hat die Frau keine Haare?“, und die Mutter, die wollte da nicht so richtig drauf eingehen. Und dieser verschlossene Umgang damit, dieses Nicht-offen-Sagen: „Ja, die Frau ist krank“, das hat mich dann in dem Moment mehr verletzt, als sei das etwas Unartiges quasi, wenn man so etwas hat, als wenn sie offen gesagt hätte: „Die Frau ist krank.“ Was ich erlebt habe, waren Kinder, die, wenn sie mich mit Glatze gesehen haben: „Mama, die Frau hat keine Haare. Warum hat die Frau keine Haare?“, aber ich bin so ein offener Mensch, ich habe dann da gar kein Problem damit, offensiv damit umzugehen und zu sagen: „Ich habe keine Haare, weil ich krank bin. Die kommen aber wieder.“

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