Uli Roth sitzt in einer Sporthalle im Roten Sessel für ein Interview

Ein Gespräch im Roten Sessel

Das Portrait über Uli Roth

In der bekannten Porträt­serie stellen wir Menschen vor, die mit einer Krebs­er­kran­kung einen schwe­ren Schick­sals­schlag erlitten haben. In 15-minütigen Inter­views sprechen sie über ihren Umgang mit der Erkran­kung und wie sie mit ihrem Leben zu neuer Kraft gefunden haben. Ver­schaffen Sie sich einen Eindruck.

Uli Roth, ehemaliger Manager von “PUR”, berichtet im Interview von seinem Kampf mit dem Prostata­karzinom. Zeitgleich mit seinem Zwillings­bruder besiegte er den Krebs.

zum Video mit Uli Roth

Prostata­krebs

Wissenswertes

Die Prostata gehört zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes. Sie hat ungefähr die Größe einer Kastanie. Mit zunehmendem Alter wird sie größer. Ihre Lage ist zwischen der Harnblase und dem äußeren Blasenschließmuskel.

Die wesentliche Funktion der Vorsteherdrüse (Prostata) ist es, eine milchig-weiße Flüssigkeit zu bilden. Dieses Sekret wird von den Spermien benötigt, damit sie beim Samenerguss beweglich genug sind, um eine Eizelle befruchten zu können. Ob ein Mann zeugungsfähig ist, hängt somit auch von der Funktion der Prostata ab.

Das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm bietet an: Wenn Mann 45 Jahre oder älter ist, hat er jährlich Anspruch auf eine Tastuntersuchung der Prostata. Für die Prostatakrebs-Früherkennung sind Hausärzte und Fachärzte wie Urologen die geeigneten Ansprechpartner.

Erkrankung

Bei Männern ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung. Ganz typische bzw. eindeutige Symptome zeigen sich dabei nicht. Wenn Männer z. B. Beschwerden beim Wasserlassen haben, sich Blut im Sperma oder im Urin befindet oder es zu Knochenschmerzen kommt, können das mögliche Hinweise auf Prostatakrebs sein, aber genauso auch auf andere, weitaus harmlosere Erkrankungen.

Generelle therapeutische Möglichkeiten sind die Operation mit kompletter Entfernung der Prostata, die Strahlentherapie, die Hormontherapie und in manchen Fällen auch Chemotherapie.

In den frühen Stadien der Erkrankung kann es auch sinnvoll sein, bei einer engmaschigen Überwachung durch den Arzt, nicht zu behandeln. Diese Vorgehensweise wird als ‚aktive Überwachung‘ bezeichnet. Ganz wichtig dabei ist: Es handelt sich nicht um den Verzicht auf eine langfristige Heilung – sie bleibt für die betroffenen Männer weiterhin möglich.

Die Ursachen von Prostatakrebs sind noch weitgehend unbekannt. Es gibt bestimmte Faktoren, die das Risiko einer Prostatakrebserkrankung erhöhen.

Umfallende Dominosteine. Die Kettenreaktion wird durch einen dazwischengelegte Hand aufgehalten.

Risikofaktoren Prostata­krebs

  • Alter ist wichtigster Risikofaktor
  • genetische Veranlagung (Vater, Bruder, nahe Verwandtschaft)
  • Hormone (Testosteron)
  • Rauchen
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • ungesunde Lebensführung

Fakten & Zahlen

Prostata­krebs (auch Prostatakarzinom, PCa genannt)

62.230

Neuerkrankungen bei Männern pro Jahr

Weitere Informationen zum Prostata­krebs finden Sie im Onko-Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft.

*Quelle: RKI, 2017

Beratung und Unterstützung bei Prostata­krebs

Beratung

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INKA ist eine “Community” im Internet, eine freiwillige und offene Gemeinschaft von und für Krebspatienten und ihre Familien.
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Flüsterpost

Wenn ein Elternteil oder eine andere erwachsene Bezugsperson an Krebs erkranken, betrifft dies immer die ganze Familie. Besonders die Kinder, gleich welchen...
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Roth-Zwillinge in Urlaub auf einem Boot in einer LaguneRoth-Zwillinge in Urlaub auf einem Boot in einer Lagune
Mutmacher

Meine Erkenntnis nach der Krebserkrankung war, die Zeit als wichtigsten Faktor zu erkennen. Freizeit planen, Entschleunigung aus dem Alltag, Kraft schöpfen und Fokussierung auf das Wesentliche. Sich auf Werte besinnen wie Partner, Familie und Freunde. Sich regelmäßig sportlich zu bewegen und sich gesund zu ernähren, das ist gut für das Selbstwertgefühl und die Gesundheit. Positiv Denken!!!

Michael Roth Betroffener, Prostata­krebs
Mann auf Mountainbike in den Bergen neben einem GebirgsbachMann auf Mountainbike in den Bergen neben einem Gebirgsbach
Mutmacher

Meine Devise: Es geht immer weiter. Nach Momenten der Verzweiflung kommen Momente der Freude. Jeder Tag ist wichtig. Jeder Tag kann dir etwas Schönes geben: ein gutes Gespräch mit Freunden, Zärtlichkeit, ein Glas Rotwein, ein leckeres Essen, ein spannendes Buch, ein bewegender Film, ein Spaziergang im Wald. Das sollte man sich immer wieder bewusst machen.

Armin Cardinal Betroffener, Prostata­krebs

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Buchtipp: Hurra, dass wir noch leben!

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