Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Erwartungen an Psychoonkologen

Der Psychoonkologe kann eine gute Hilfe für den Bewältigungsprozess sein. Die Erwartungen an ihn sind jedoch ganz unterschiedlich.

Barbara Baysal erlebte immer wieder Höhen und Tiefen während ihrer Erkrankung. Der Lungenkrebs war ein Wendepunkt in ihrem Leben, und es gelang ihr, sich dem Leben wieder anzuvertrauen.

Porträt Barbara Baysal

Erwartungen an Psychoonkologen

Barbara Baysal sagt:

Das Unterstützungsangebot von Psychoonkologen ist enorm wichtig und gut, in dem Moment, wo man es braucht. Leider erkennen wir oft nicht, dass wir es brauchen, weil der erste Gedanke ist, wenn die Tür aufgeht und der Psychoonkologe reinkommt, ist: „Ich hab‘s ja nicht am Kopf, ich hab‘s in der Lunge“, weil die einfach zu spät den Kontakt zum Patienten kriegen. Und es gibt einfach Sachen, wo man mal einen anderen Blickwinkel braucht, einen neutralen Blickwinkel. Den kriegt man nicht innerhalb der Familie oder manchmal auch nicht in der Selbsthilfe, das reicht nicht aus. Da muss einfach mal ein Fachmann gucken oder eine Fachfrau, um mal ein Stück Weg aufzuzeigen und zu sagen: „Da hast du doch gut funktioniert, das hast du gut hinkriegt, versuche doch mal diese Art und Weise“, weil man hat sich sein Leben ja vor der Erkrankung auch irgendwie gemeistert. Und manchmal braucht man nur den Blick noch mal da drauf, wie hat man eine schlimme Situation überstanden? Vielleicht hilft das in dem Moment auch. Ein Psychoonkologe ist eine neutrale Person in dem Moment. Er ist weder behandelnder Arzt, er ist weder Familienangehöriger, sondern ist völlig neutral, also von Gefühlen, von allem. Und da mit jemanden mal zu sprechen, da kann man auch öfter mal sich fallen lassen. Wir setzen uns immer alle eine Maske auf und sind ja immer Wunder wie stark. Wir können zwar öffentlich lachen, aber öffentlich weinen machen die Wenigsten. Und wenn jemand öffentlich weint, dann werden schon Kommentare dazu abgegeben. Und da ist der Punkt, wo man sich wirklich mal richtig fallen lassen kann.

Verwandte Beiträge

Portrait Andreas Dirksen Portrait Andreas Dirksen

Erfahrungen mit Psychoonkologie

Andreas Dirksen sagt: Es vergingen wenige Wochen beziehungsweise ich hatte die psychoonkologische Beratung, nur fünf Wochen waren es, in Anspruch genommen und hatte da anschließend...
Portrait Barbara Baysal Portrait Barbara Baysal

Diagnose Krebs: die Reaktion von Barbara Baysal

Barbara Baysal sagt: Für mich war immer noch: Das war ein Irrtum. Ich habe weder gehustet noch Blut gespuckt noch Luftnot gehabt. Ich war immer...
Portrait Amelie Fischer Portrait Amelie Fischer

Erfahrungen mit Psychoonkologie

Amelie Fischer sagt: Ich habe oft mit dem Gedanken gespielt, die Unterstützung anzunehmen, aber die Familie war einfach so für mich. Ich wusste, ich hatte...
Portrait Barbara Baysal Portrait Barbara Baysal

Umgang des Betroffenen mit der Erkrankung

Barbara Baysal sagt: Also erst mal habe ich eine Phase durchlaufen, wo nichts möglich war. Ich konnte mir weder Hausschuhe kaufen, weil ich dachte: „Trag...
Portrait Barbara Baysal Portrait Barbara Baysal

Rolle der Familie während der Erkrankung

Barbara Baysal sagt: Familie ist nicht zu ersetzen in dem Moment. Und ich kann jeder Familie nur raten, man rückt automatisch näher zusammen, man unterhält...
Person mit ausgestreckten Armen steht auf Felsen vor dem Meer Person mit ausgestreckten Armen steht auf Felsen vor dem Meer

Diskussionsrunde: Jeder Schritt zählt. Aktiv für mehr Lungengesundheit

Patientin, Arzt und Bloggerin sprechen anlässlich des Aktions­monats über ihre persönlichen Erfahrungen mit Lungen­krebs.
Portrait Barbara Baysal Portrait Barbara Baysal

Das Wort “Krebs” aussprechen

Barbara Baysal sagt: Ich habe es ganz viel ausgesprochen, weil das für mich dadurch das Unheimliche weggenommen hat. Dieses Verschweigen oder Nicht-Aussprechen ist immer so...
Portrait Barbara Baysal Portrait Barbara Baysal

Erfahrungen mit Selbsthilfe

Barbara Baysal sagt: Da saßen 20 Tumorpatienten mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen in unterschiedlichen Stadien. Da war eine Fröhlichkeit in dem Raum, die man fast greifen konnte....

Erwartungen an Psychoonkologen

Arzt bespricht sich mit einem älteren Patienten Arzt bespricht sich mit einem älteren Patienten mic mic Podcast

Podcast “Unter­stützungs­angebot Psycho­onkologie”

Im Interview beantwortet Psycho­onkologe Manuel Teterra Fragen rund um das Hilfs­angebot der Psycho­onkologie.
Patientin beim Psychoonkologen, der sich etwas auf einen Zettel aufschreibt Patientin beim Psychoonkologen, der sich etwas auf einen Zettel aufschreibt mic mic Podcast

Podcast “Psychoonko­logie – Generelles & Wissenswertes“

Generelles und Wissens­wertes rund um das Thema „Psycho­onkologie“ beantwortet die Expertin Prof. Anja Mehnert-Theuerkauf vom Universitäts­klinikum Leipzig.
Portrait Monika Cramer Portrait Monika Cramer

Erwartungen an Psychoonkologen

Monika Cramer sagt: Die Psychoonkologie ist für mich wirklich zur Behandlung von Patienten, gerade mit Krebserkrankungen, aber auch mit anderen schweren Erkrankungen, wirklich essentiell wichtig,...
Portrait Annette Wenz Portrait Annette Wenz

Erwartungen an Psychoonkologen

Annette Wenz sagt: Also ich hatte ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis, was Psychologen anging. Muss ich heute revidieren, muss ich ganz klar sagen. Weil viele Sachen...
Portrait Katharina Erkelenz Portrait Katharina Erkelenz

Erwartungen an Psychoonkologen

Katharina Erkelenz sagt: Ich hatte keine schlechte Annahme, ich bin jemand, der auch dem Thema Psychotherapie total offen gegenüber eingestellt ist. Ich habe mehrere Monate...
Portrait Wolfgang Schliet Portrait Wolfgang Schliet

Erwartungen an Psychoonkologen

Wolfgang Schlieth sagt: Für mich war es spannend, zum Psychologen zu gehen, weil früher war-, hieß es, wenn du zum Psychologen gehst, du hast voll...
Portrait Tatjana Loose Portrait Tatjana Loose

Erwartungen an Psychoonkologen

Tatjana Loose sagt: Ich habe ja nicht geglaubt an einen Psychologen und dass der mir helfen kann. Und dann bekam ich diese junge, 30-jährige, blonde...
Portrait Sabrina Scherbarth Portrait Sabrina Scherbarth

Erwartungen an Psychoonkologen

Sabrina Scherbarth sagt: Ich habe mich nach den Diagnosen recht schnell an den Krebsinformationsdienst gewandt, weil ich fand, dass man dort eine umfassende, aber recht...