KI-Workshop (Teil 1): persönliche Assistenz im Krankheitsalltag
Dies ist ein Veranstaltungsinhalt von SURVIVORS HOME am 17.03.2026.
Im ersten Teil der dreiteiligen Wissensreihe zeigt Franziska Ivens, wie sich künstliche Intelligenz im Krankheitsalltag konkret, sicher und ohne Technikstress nutzen lässt – und vor allem: wie man sie selbst anwendet. Der Beitrag ist als interaktiver Mitmach-Workshop konzipiert. Im Mittelpunkt stehen keine technischen Details, sondern alltagsnahe Fragen und das direkte Ausprobieren: Wie kann KI helfen, Gedanken zu ordnen, Informationen verständlich aufzubereiten, Energie zu sparen und Gespräche besser vorzubereiten?
Franziska Ivens spricht dabei aus zwei Perspektiven: als Betroffene und als Expertin für KI und Digitalisierung im Gesundheitswesen am Fraunhofer HHI. Der Workshop richtet sich an Menschen mit Krebs, die KI ohne Vorwissen kennenlernen und erste eigene Anwendungsmöglichkeiten praktisch erproben möchten.
Was KI ist – und was sie nicht ist
Zu Beginn ordnet der Beitrag ein, was mit künstlicher Intelligenz überhaupt gemeint ist. KI wird nicht als „wissende Instanz“ beschrieben, sondern als System, das auf großen Datenmengen trainiert ist, Muster erkennt und Antworten auf Grundlage von Wahrscheinlichkeiten erzeugt. Gerade deshalb ist wichtig zu verstehen: KI ersetzt keinen Arzt, stellt keine Diagnose und liefert nicht automatisch die eine richtige Antwort.
Konkreter Nutzen im Krankheitsalltag
Besonders hilfreich ist KI dort, wo Informationen schwer zugänglich, komplex oder emotional belastend sind. Im Workshop wird gemeinsam erarbeitet und direkt getestet, wie Sprachmodelle dabei unterstützen können, medizinische Begriffe in einfache Sprache zu übersetzen, Befunde verständlicher zu machen, Fragen für Arztgespräche zu sammeln oder Gedanken in belastenden Situationen zu sortieren. KI dient hier als praktischer Sparringspartner für Struktur, Verständlichkeit und Vorbereitung.
Gute Fragen führen zu besseren Antworten
Ein zentrales Element des Mitmach-Workshops ist die eigene Anwendung. Die Teilnehmenden formulieren ihre ersten Fragen an eine KI und erleben direkt den Unterschied zwischen unklaren und gut formulierten Anfragen. Franziska Ivens vermittelt dafür eine einfache Formel: Kontext, Ziel, Format. Wer einer KI sagt, worum es geht, was genau gebraucht wird und in welcher Form die Antwort erscheinen soll, erhält meist deutlich hilfreichere Ergebnisse.
Datenschutz und Selbstschutz ohne Alarmismus
Ein weiterer Schwerpunkt ist der sichere Umgang mit sensiblen Inhalten. Der Workshop vermittelt dafür eine leicht merkbare Grundregel: Alles, was nicht auf eine Postkarte gehört, gehört auch nicht in eine KI. Namen, Geburtsdatum, Adresse, Klinik oder behandelnde Ärzte sollen nicht eingegeben werden. Stattdessen wird gezeigt, wie sich Inhalte sinnvoll anonymisieren und trotzdem nutzen lassen.
Direkt ausprobieren und Sicherheit gewinnen
Der Workshop lebt vom Mitmachen: Viele Inhalte werden direkt gemeinsam mit KI ausprobiert – von einfachen Erklärungen bis hin zur Strukturierung eigener Fragen. So entsteht Schritt für Schritt Sicherheit im Umgang. Gleichzeitig wird klar eingeordnet: KI kann unterstützen, strukturieren und verständlich machen – sie ist aber kein Ersatz für die persönliche ärztliche Einordnung.
Ausblick auf Teil 2 und Teil 3
Die Reihe wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Teil 2 am 16. April 2026 ab 16:30 Uhr zeigt, wie KI als Sparringspartner helfen kann, Arztgespräche, Befunde und Entscheidungen besser vorzubereiten – für mehr Verständnis, bessere Fragen und weniger Überforderung. Teil 3 am 13. Mai 2026 ab 16:30 Uhr richtet den Blick auf Organisation, Energie und Alltagserleichterung und zeigt, wie sich kognitive Last reduzieren lässt, damit mehr Kraft für das Wesentliche bleibt.