Ernährungs-Coach: Trinknahrung – zur Unterstützung
Dies ist ein Veranstaltungsinhalt von SURVIVORS HOME am 29.01.2026.
Der Beitrag vermittelt fundiertes Wissen zur Rolle von Trinknahrung bei Krebserkrankungen und richtet sich an Betroffene sowie Angehörige. Die Diätassistentinnen Janina Falkenthal und Nathalia Behrendt erläutern, warum ausreichende Ernährung im Krankheitsverlauf eine zentrale Bedeutung hat und welche Herausforderungen dabei häufig auftreten. Appetitlosigkeit, Geschmacksveränderungen, Kau- und Schluckbeschwerden, Verdauungsprobleme sowie anhaltende Erschöpfung führen dazu, dass der Körper oft nicht ausreichend mit Energie und Nährstoffen versorgt wird.
Die Expertinnen erklären, dass Trinknahrung eine ergänzende Möglichkeit darstellt, um Nährstofflücken zu schließen und einer Mangelernährung vorzubeugen. Sie gehen auf verbreitete Vorbehalte ein, etwa Sorgen hinsichtlich Verträglichkeit, Geschmack oder künstlicher Zusammensetzung, und ordnen diese fachlich ein. Ein besonderer Fokus liegt auf dem veränderten Stoffwechsel bei Krebserkrankungen, dem erhöhten Energie- und Eiweißbedarf sowie dem Risiko von Muskelabbau, der nicht immer am Körpergewicht erkennbar ist.
Der Beitrag zeigt auf, in welchen Situationen Trinknahrung sinnvoll sein kann, etwa bei ungewolltem Gewichtsverlust, anhaltend geringer Nahrungsaufnahme, eingeschränkter Belastbarkeit oder therapiebedingten Beschwerden. Dabei wird betont, dass es sich nicht um ein Muss handelt, sondern um eine individuelle Unterstützung, die an persönliche Bedürfnisse, Vorlieben und den Alltag angepasst wird.
Zudem werden praktische Hinweise zur Anwendung gegeben. Trinknahrung wird als Zusatzernährung verstanden, die langsam und über den Tag verteilt eingesetzt und kreativ in Mahlzeiten integriert werden kann, um die Verträglichkeit zu verbessern und Akzeptanz zu erhöhen. Der Beitrag informiert auch über unterschiedliche Varianten, Konsistenzen und Geschmacksrichtungen sowie über die Möglichkeit der ärztlichen Verordnung bei entsprechender medizinischer Indikation.
Abschließend macht der Beitrag deutlich, dass frühzeitige Information, Verständnis für persönliche Grenzen und eine individuelle Beratung entscheidend sind, um Ernährung als stabilisierende Ressource im Krankheitsverlauf zu nutzen.
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